Mehr als 10.000 sekundäre Pflanzenstoffe sind bekannt. Viele davon nutzen auch unserem Körper.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Bisher haben Forscher mehr als 10.000 sekundäre Pflanzenstoffe in essbaren Pflanzen entdeckt. Es handelt sich um Substanzen, die von den Pflanzen zu ihrem eigenen Schutz und Nutzen produziert werden: Manche regeln das Wachstum, andere dienen dem Schutz vor Krankheiten. Auch im menschlichen Körper können sie positive Funktionen haben. Die wichtigsten Gruppen der sekundären Pflanzenstoffe heißen Carotinoide, Flavonoide, Glucosinolate und Sulfide.

Acacia Gum

Acacia Gum ist auch als «Gummi Arabicum» bekannt. Die Substanz aktiviert die Darmfunktion und mobilisiert das Immunsystem. Die natürlichen Mikroorganismen des Darms (Darmflora) verarbeiten Acacia Gum unter anderem zu kurzkettigen Fettsäuren. Sie unterstützen den Aufbau der Darmschleimhaut.

 

  • Therapeutischer Wirkungsbereich: bis 2'400 mg
  • Sicherheitsgrenze (Schätzwert): keine bekannt

Catechin-Extrakt = Grüntee-Extrakt

Grüner Tee enthält eine Reihe von Polyphenolverbindungen, die eine sehr starke antioxidative Wirkung entfalten. Darunter besonders bekannt ist Epigallocatechingallat (EGCG) und dessen positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System. Grüntee-Extrakt entlastet das körpereigene antioxidative System, wirkt präventiv bei Arteriosklerose und senkt Cholesterinspiegel und Blutdruck.

 

  • Therapeutischer Wirkungsbereich: 50–800mg
  • Sicherheitsgrenze (Schätzwert): 800mg

Chaga

Chaga ist ein vorwiegend in Sibirien vorkommender Birken-Baumpilz. Er wird aufgrund seiner extrem antioxidativen Wirkung geschätzt. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) setzt den Pilz bei Tumoren ein. Chaga enthält grosse Mengen an Betulinsäure, ein Wirkstoff, der bei Krebszellen das Zelltod-Programm einleiten kann. Auch das Enzym Superoxiddismutase (SOD) ist enthalten. Es ist stark antioxidativ wirksam und stabilisiert das Immunsystem. Darüber hinaus besitzt Chaga positive Wirkungen auf Darmflora, Blutdruck und Pulsfrequenz sowie harntreibende, entkrampfende, antimikrobielle und reparative Eigenschaften. Die Darmflora kann durch Chaga gestärkt, Blutdruck und Pulsfrequenz können normalisiert werden.

 

  • Therapeutischer Wirkungsbereich: bis 100 mg
  • Sicherheitsgrenze (Schätzwert): 200 mg

Curcumin/Piperin

Curcuma ist eine tropische Gebirgspflanze mit Heimat in Indien und Südostasien. Sie gehört zur Pflanzenfamilie der Ingwergewächse und ist eine international anerkannte Heilpflanze. Curcuma gehört zur Klasse der Antioxidantien wie beispielsweise Vitamin E, Carotin oder Vitamin C. Die wichtigste Wirksubstanz in der Gelbwurzel ist das Curcumin. Curcumin wirkt stark galletreibend, entzündungshemmend, antioxidativ, antimikrobiell, antimutagen und krebsvorbeugend. Curcumin hemmt die Synthese der entzündungsauslösenden Prostaglandine. Zur Erhöhung der biologischen Verfügbarkeit ist Piperin, als Hauptalkaloid des Schwarzen Pfeffers, hinzugegeben. Piperin regt, wie alle scharfen Stoffe, den Stoffwechsel sowie die Sekretion (Speichel, Verdauungssäfte) an und wirkt antimikrobiell.

 

  • Therapeutischer Wirkungsbereich: bis 1'000 mg
  • Sicherheitsgrenze (Schätzwert): 2'000 mg

Garcinia Cambogia (Hydroxizitronensäure)

Garcinia wird aus den Schalen einer Tamarinde gewonnen. Der Extrakt enthält grosse Mengen an Hydroxicitronensäure (HCA), ein Wirkstoff, der im Fettstoffwechsel das Enzym ATP-Citrat-Oxalacetat-Lyase blockiert und damit die Umwandlung von Kohlenhydraten aus der Nahrung in (Depot-)Fett hemmt. Garcinia dämpft auch den Appetit. Der Pflanzenextrakt wird primär zur Gewichtsreduktion eingesetzt.

 

  • Therapeutischer Wirkungsbereich: bis 500 mg
  • Sicherheitsgrenze (Schätzwert): keine bekannt

Ginkgo

Ginkgo wird in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt. Blindtext Ginkgo ist die verzweigte Wurzel der Panax-Pflanze. Blindtext Ginkgo kann in Stresssituationen, bei Müdigkeit und Schwäche kräftigen. Eine vorbeugende Wirkung von Demenzerkrankungen wird vermutet.

 

  • Therapeutischer Wirkungsbereich: 100–200mg
  • Sicherheitsgrenze (Schätzwert): 400 mg

    Ginseng

    Ginseng wird in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt, um die Gehirnleistung und die Konzentrationsfähigkeit zu stärken. Der verwendete Teil ist die verzweigte Wurzel der Panax-Pflanze. Ginseng kann in Stresssituationen, bei Müdigkeit und Schwäche kräftigen. Eine vorbeugende Wirkung von Demenzerkrankungen wird vermutet.

     

    • Therapeutischer Wirkungsbereich: 100–200mg
    • Sicherheitsgrenze (Schätzwert): 400 mg

      Isoflavone

      Isoflavone werden auch als Phytoöstrogene bezeichnet, weil sie östrogenähnliche Wirkungen haben. Die Struktur unterscheidet sich grundsätzlich von der des Östrogens. Weil die Substanzen aber im Organismus die gleichen Rezeptoren besetzen, wirken sie «hormonmodulierend». Phytoöstrogene haben positive Effekte auf den Hormon- und Knochenstoffwechsel und das Lipidprofil. Sie sind präventiv wirksam gegen Krebs und Herzkreislauf-Erkrankungen.

       

      • Therapeutischer Wirkungsbereich: 10–60mg
      • Sicherheitsgrenze (Schätzwert): 90 mg

      Rotweinextrakt/OPC mit Resveratrol

      Rotweinextrakt ist eine besonders wirksame Mischung aus antioxidativen Bioflavonoiden mit der gefässschützenden Wirkung von Rotwein. Die enthaltenen oligomeren Proanthocyanidine (OPC) sind in ihrer stark antioxidativen Kapazität der von Vitamin C und von Vitamin E um ein Vielfaches überlegen. Sie wirken entzündungshemmend und blutdrucksenkend und pegeln überhöhte LDL-Cholesterinwerte.

       

      • Therapeutischer Wirkungsbereich: bis 200mg
      • Sicherheitsgrenze (Schätzwert): keine bekannt

      Rhodiola

      Rhodiola kann in Stresssituationen, bei Müdigkeit und Schwäche kräftigen. Eine vorbeugende Wirkung von Demenzerkrankungen wird vermutet.

       

      • Therapeutischer Wirkungsbereich: 100–200mg
      • Sicherheitsgrenze (Schätzwert): 400 mg

        Silymarin

        Silymarin ist ein pflanzlicher Wirkstoff aus der Mariendistel. Er wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Leber beim Abbau von Giften und von Alkohol. Allergiker profitieren von Silymarin durch die zellstabilisierende Wirkung. Typische Allergiesymptome können gemindert werden. Silymarin wirkt antioxidativ. Die Substanz wird empfohlen, um eine erhöhte Schadstoff-/Radikalbelastung zu neutralisieren. Die Neuentstehung von Leberzellen sowie die Regenerationsfähigkeit dieses Organs kann durch Silymarin gefördert werden.

         

        • Therapeutischer Wirkungsbereich: bis 200 mg
        • Sicherheitsgrenze (Schätzwert): 200 mg